Glasmalen to go
Kreativ sein kann jede:r - wir zeigen dir, wie einfach das geht.
Dieser Bereich ist noch im Aufbau. Hast Du schon Fragen? Melde dich gerne bei uns - wir helfen Dir weiter.
Viel braucht es nicht: eine Glasscheibe, ein bisschen Malmedium mit Glaspulver und Lust aufs Ausprobieren. Dein Motive entsteht unterwegs ganz automatisch.
Hier einige Beispiele
Galerie
Deine kreative Ader ist geweckt?
Unten erfährst Du, wie deine Ideen zu einzigartiger Glaskunst werden.
(Bilder zum Vergrößern anklicken.)
Einstieg in das Glasmalen.
Im ersten Schritt erfährst Du, was Du für unser Verfahren benötigt.
Im Laufe dieser Anleitung geben wir Dir kurze, wichtige Hintergrundinformationen - so verstehst Du alles Schritt für Schritt.

Schritt 1
Glasrohlinge aus Floatglas AK86 (COE86)
Wir arbeiten bei dem Glasmalen mit Floatglas (Fensterglas) welcher einen AK Wert zwischen AK 82 - AK90 besitzen kann. Man sollte unterschiedliche AK Werte nur bedingt mischen. Da bei der Verarbeitung unterschiedlicher Glassorten im Glas, Spannungen auftreten, die das Glas springen lassen können. Der AK Wert ist der Wärmeausdehnungskoeffizient. Auch die Farben sind auf das Floatglas abgestimmt. Ein Glas mit einem AK Wert von 96, wird z.B. mit anderen Farben bemalt.

Schritt 2
Wichtig: Umgang mit Glas
Glas kann fallen und zerbrechen. Bei dem zerbrechen haben sich scharfe Kanten gebildet. Achtung Schnittgefahr
Unsere Glasrohlinge sind grob an den umlaufenden Bruchkanten geschliffen. Aber es können sich an diesen Kanten weiter Scharfe Stellen befinden, an den man sich schneiden kann. Achtung Schnittgefahr
Wir empfehlen das Tragen von Schutzhandschuhen bei dem arbeiten mit Glas.
Kinder dürfen nicht ohne Aufsicht von Erwachsenen mit dem Glas arbeiten. Schnittgefahr

Schritt 3
Den Glasrohling vorbereiten:
Die richtige Seite benutzen:
Bei der Verarbeitung und Verwendung von Floatglas ist die Unterscheidung zwischen Zinnseite (die Seite, die beim Herstellungsprozess auf flüssigem Zinn schwamm) und Luftseite (die gegenüberliegende Seite) aus mehreren Gründen wichtig. Optisch sind beide Seiten mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden, aber chemisch und physikalisch unterschiedlich.
Die Zinnseite lässt sich zuverlässig mit einer kurzwelligen UV-Lampe (UVC-Lampe) identifizieren. Unter diesem Licht leuchtet die Zinnseite milchig-weiß, während die Luftseite kaum reagiert.
Dieses machen wir für Euch. Auf einer der Seite von dem Glasrohling werden sich 2 kleine Kratzer befinden. Dieses ist die Zinnseite welche nicht bemalt wird.
Reinigen von dem Flotglas:
Hier ist das Ziel alle Verunreinigungen von dem Glas zu beseitigen. Die Rohlinge wurde bei uns schon in einem Ultraschallbad gereinigt. Vor dem bemalen müsst Ihr z.B. Fingerabdrücke beseitigen. Wer hier schludert, kann schon jetzt sein Kunstwerk "beschädigen".
Da solche Verunreinigungen sich nach dem Brennen als Schleier zeigen können. Und dieses wäre einfach nur schade.
Ab jetzt solltet Ihr die gereinigten Glasrohlinge, wenn möglich nicht mehr mit ungeschützten Finger anfassen. Wir empfehlen die Benutzung von Einweghandschuhen.

Schritt 4
Was möchtest Du malen
Es gibt verschiedene Arbeitsabläufe – das hängt davon ab, wie du deine Farben fürs Malen vorbereitest. Über die Vorbereitung quatschen wir aber im nächsten Schritt.
Jetzt bist erstmal du dran. Du bist die Hauptperson. Lass deiner Fantasie und Kreativität freien Lauf – vor dir liegt ein leeres Stück Glas und wartet nur darauf, dass du etwas daraus machst.
Wenn du der Typ bist, der am liebsten sofort loslegt und sich einfach treiben lässt – dann halt dich noch zwei kleine Schritte zurück.
Gehörst du eher zu denen, die sich erst überlegen wollen, was genau entstehen soll? Perfekt – dann ist das hier dein Startpunkt. Das Schöne an Glas ist ja: es ist durchsichtig. Du kannst dein Glasstück einfach auf ein Blatt Papier legen und die Konturen mit einem Stift nachzeichnen. Zack – schon hast du die Form auf dem Papier und kannst dort in Ruhe deine Idee entwickeln.
Änderungen gehen auf dem Papier natürlich viel entspannter als später auf dem Glas. Klar, auch auf dem Glas kannst du noch was ändern – aber das ist etwas umständlicher. Manchmal musst du sogar warten, bis die Farbe getrocknet ist. Mit der Zeit wirst du sowieso deine eigene Technik entwickeln – da wächst du ganz automatisch rein.
Jetzt hast du also Konturen, Muster, Figuren oder vielleicht sogar eine kleine Landschaft auf deiner Vorlage. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt: Welche Farbe soll eigentlich wohin?
Die Farben, die du später aufs Glas bringst, verändern sich beim Brennen noch etwas. Deshalb gibt’s ein Farbmuster – damit du schon vorher siehst, wie die fertige Farbe wirkt. Jede Farbe hat eine Nummer, die du sowohl auf dem Muster als auch auf der Flasche findest. Wenn du magst, kannst du diese Nummern direkt in deine Zeichnung schreiben. Dann kannst du dich später ganz entspannt aufs Bemalen konzentrieren.
Wenn deine Zeichnung fertig ist, legst du die Glasscheibe deckungsgleich auf dein Papier. Und damit hast du den ersten Schritt schon richtig gut gemeistert.
Jetzt erstmal kurz durchatmen – im nächsten Schritt geht’s weiter.
Schritt 5
Die Farbe für das Malen vorbereiten
Durch Anklicken der Bilder werden diese größer dargestellt. Nachdem das geklärt ist, kommen wir zum Wesentlichen.
Die Farbe besteht aus einem Gemisch aus Malmedium und Glaspulver. Die Körnung des Pulvers liegt zwischen 0,00 und 0,36 mm und ist damit relativ fein. Das Malmedium dient lediglich als Träger für das Glaspulver.
Wie auf dem ersten Bild zu sehen ist, wirken hier ganz normale physikalische Gesetze: Das schwerere Material – das Glaspulver – setzt sich am Boden ab, während das leichtere Malmedium oben schwimmt. In diesem Zustand können wir die Farbe jedoch nicht sinnvoll verwenden. Deshalb müssen wir beides wieder gut miteinander vermischen. Dafür gibt es drei Möglichkeiten:
1) Schütteln der Flasche
Hat die Flasche längere Zeit gestanden, verdichtet sich das Glaspulver am Boden zu einem festen Klumpen, der sich nur schwer verteilen lässt. Unabhängig von der gewählten Methode sollte deshalb zunächst das Pulver vorsichtig „weichgeknetet“ werden. Dabei behutsam vorgehen – die Flasche soll schließlich heil bleiben. Irgendwann merkt man, dass sich das Pulver wieder löst.
Danach kann die Flasche geschüttelt werden. Diese Methode funktioniert zwar, hat aber einen Nachteil: Beim Schütteln entstehen viele kleine Luftblasen, die später im gebrannten Glas sichtbar bleiben können. Ein Beispiel dafür sieht man im zweiten Bild, besonders in den Blautönen, wo größere Blasen erkennbar sind.
2) Mischen mit einem Stab
Eine weitere Möglichkeit ist das manuelle Durchmischen mit einem Stab. Dadurch lässt sich das Glaspulver gezielt und kontrolliert mit dem Medium verbinden, wobei weniger Luft eingearbeitet wird.
3) Mischen mit einem Flaschenmischer
Die bequemste Methode ist die Verwendung eines Mischgeräts (siehe Bild 4). Dabei drehen sich die Flaschen langsam und kontinuierlich. Diese gleichmäßige Bewegung sorgt für eine sehr gute Durchmischung mit kaum Luftblasen. Das Ergebnis zeigt sich später deutlich im fertigen Glasbild durch eine besonders gleichmäßige Farbstruktur.
Damit kennt ihr nun die verschiedenen Möglichkeiten zum Mischen der Farbe. Welche Methode ihr wählt, bleibt euch überlassen. Nach dem Mischen sind die Farben einsatzbereit.
Schritt 6
Dinge die man beim benutzen der Farbe beachten sollte
So, jetzt geht’s los – du musst dich nur noch entscheiden, wie du starten willst:
1. Mit Konturen zeichnen (Bilder 1-3)
Du kannst zuerst mit dünnen, zum Beispiel schwarzen Konturen anfangen. Die Linien trennen später die Farben voneinander. Wenn alle Konturen fertig sind, lass sie kurz trocknen. Danach füllst du die Flächen dazwischen mit Farbe. Achte ein bisschen darauf, nicht über die Linien zu malen, damit sich die Farben nicht vermischen. Gerade am Anfang ist es völlig okay, jede Fläche erst trocknen zu lassen, bevor du die nächste malst – bis du deinen eigenen Flow gefunden hast.
2. Ohne Konturen zeichnen (Bild 4-6)
Wenn du ohne Linien arbeitest und trotzdem saubere Übergänge willst, brauchst du etwas Geduld. Lass eine Farbfläche erst trocknen, bevor du die nächste daneben setzt. Du kannst aber auch direkt Farbe neben Farbe malen. Dafür braucht man ein bisschen Gefühl – aber genau dieses Ausprobieren macht ja auch richtig Spaß.
Wenn alles trocken ist, sind wir wieder dran:
Ihr bringt uns eure Kunstwerke, und wir brennen sie bei uns im Ofen.
Sobald alles fertig ist, geben wir euch Bescheid – dann könnt ihr eure Werke abholen.
Wir freuen uns drauf, euch bei uns zu sehen!
Weitere Infos zum Glasmalen to go........siehe unten.
Glasmalen zuhause ausprobieren?
Kein Problem-wir verleihen Dir das Equipment.
Alle Infos zu Ablauf, Dauer & Co. findest Du hier:




















